Bayern München - FFC Wacker München
2 : 1
(DFB-Pokal der Frauen, 2. Runde)
„Da spielen die in der Champions League souverän und gewinnen sogar beim Rekordmeister in Frankfurt, aber mei der Schmarrn hier...“, grantelte ein roter Anhänger mit Kopfschütteln zum 0:1-Rückstand während der Halbzeitpause. Im Pokal-Derby lag der Zweitliga-Außenseiter FFC Wacker München nämlich zum Pausentee in Führung: Rebecca Huyleur köpfte in der 15. Minute den Ball nach einer Ecke über FCB-Torfrau Ulrike Schmetz hinweg ins Tor, die im Fünfmeterraum deutlich orientierungslos herumirrte. Ansonsten blieb Wacker nur durch weitere Standards und Konter gefährlich. Den größeren Ballbesitz hatte der FC Bayern, konnte aber die Überlegenheit zunächst kaum in Torchancen umsetzen. Wacker-Torfrau Caro Rieger musste nur gelegentlich eingreifen, ernsthaft geprüft wurde sie in den ersten 45 Minuten nicht.
Nach der Pause nahmen sich die Bayern-Frauen die Wende vor, ziemlich deftig fiel wahrscheinlich die Pausenansprache von FC-Trainer Günther Wörle aus. Die Roten schossen im zweiten Durchgang noch zwei Tore zum erwartungsgemäßen Heimsieg: Erst traf Eckmann in der 50. Minute aus dem Gewühl heraus unhaltbar abgefälscht in das Wacker-Gehäuse. Den Siegtreffer stellte Bianca Rech in der 79. Minute sicher: sie nutzte eine Konfussion in der blauen Abwehr, der vorige Befreiungsschlag von Huyleur auf der Linie landete prompt am Innenpfosten. Für den FC Bayern war es ein Arbeitssieg mit viel Mühe und nur sehr wenig Glanz – für Wacker blieben zwei unnötige Gegentore, aber auch die gute Erkenntnis: ein Klassenunterschied zwischen erster und zweiter Liga kann enger als meist gedacht sein.